{"id":29,"date":"2010-02-15T17:00:26","date_gmt":"2010-02-15T16:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.smartersoftware.de\/wordpress\/?p=29"},"modified":"2010-02-15T22:12:01","modified_gmt":"2010-02-15T21:12:01","slug":"dqm-und-migrationen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.smartersoftware.de\/wordpress\/2010\/02\/dqm-und-migrationen\/","title":{"rendered":"DQM und Migrationen"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>F\u00fcr englisch-sprachige Leser: There is an <a href=\"http:\/\/www.smartersoftware.de\/wordpress\/english\/data-quality-and-migration.html\" target=\"_self\">English version of this post<\/a>.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bei Migrationen werden oft ehrgeizige Ziele zur Verbesserung der Datenqualit\u00e4t verfolgt. Im Projektalltag bleibt davon meist nicht viel nach und nach der Migration hat man sich dann nicht nur mit dem alten Datenschrott herumzuschlagen, sondern in durch die Migration sind noch neue Probleme hinzugekommen. Das muss aber nicht sein: Mit einer expliziten Begleitung der Migration durch DQM kann die Datenqualit\u00e4t tats\u00e4chlich verbessert werden \u2013 zur Entlastung des Migrations-Projekts und zum Nutzen des Unternehmens.<\/p>\n<h2>Verschlimmerung der DQ-Probleme bei Migrationen<\/h2>\n<p>Ein typischer Ankn\u00fcpfungspunkt f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der Datenqualit\u00e4t sind Migrationen von einem alten System zu einem neuen, etwa von einem selbst-entwickeltem, Host-basiertem System zu einer Standardsoftware wie SAP R\/3. Beim Start eines solchen Projekts gibt es meist ehrgeizige Ziele:<\/p>\n<ul>\n<li>Man will (endlich!) den alten Datenschrott loswerden, <\/li>\n<li>in das neue System kommen nur saubere Daten, <\/li>\n<li>auf der neuen, guten Grundlage wird das Entstehen neuen Datenschrotts durch umfangreiche Ma\u00dfnahmen verhindert. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Realit\u00e4t sieht dann leider meist anders aus: Unter dem zunehmenden Druck, einen Migrations-Termin zu halten, bleibt am Ende nur noch \u201cAugen zu\u201d und die Daten werden \u201cso gut es halt geht\u201d in das neue System \u201creingedr\u00fcckt\u201d. Wenn man Pech hat, produziert man damit \u201cdas Schlechteste aus beiden Welten\u201d: Der alte Datenschrott wurde doch \u00fcbernommen, durch die Migration sind neue Probleme entstanden und im neuen System ist man erst mal damit besch\u00e4ftigt, den Betrieb am laufen zu halten, anstatt sich \u00fcber Qualit\u00e4ts-Ma\u00dfnahmen Gedanken zu machen.<\/p>\n<p>In den folgenden Abschnitten werden Ideen vorgestellt, wie diese Verschlimmerung verhindert werden kann und durch eine Zusammenarbeit von Migrations-Projekt und DQM tats\u00e4chlich sogar eine Verbesserung der Datenqualit\u00e4t erreicht werden kann \u2013 zum Vorteil beider Parteien.<\/p>\n<h2>DQM vor Migration<\/h2>\n<p>Bereits vor der tats\u00e4chlichen Migration kann DQM wichtige Aufgaben zur Unterst\u00fctzung des Migrations-Projekts und zur Vorbereitung der Zeit nach der Migration:<\/p>\n<ul>\n<li>DQ-Problemaufnahme      <br \/>Bereits bekannte oder im Laufe der Migration aufkommende oder festgestellte Datenqualit\u00e4ts-Probleme (z.B. Datens\u00e4tze, die nicht oder nur unvollst\u00e4ndig migriert werden k\u00f6nnen; Warnungen beim Import in das neue System) werden aufgenommen. <\/li>\n<li>Priorisierung der DQ-Probleme      <br \/>In einem zweiten Schritt werden die gesammelten Probleme priorisiert, um zwischen wichtigen Problemen zu unterscheiden, die vor der Migration bearbeitet werden m\u00fcssen und solchen, die etwas weniger dringlich sind. <\/li>\n<li>Bearbeitung der wichtigsten DQ-Probleme      <br \/>Mit zunehmenden Projektdruck wird man sich in der Bearbeitung auf die Probleme konzentrieren, die Migrations-verhindernd sind und diese im Rahmen dezidierter DQ-Ma\u00dfnahmen nach dem Standard-DQ-Vorgehen (DQM Kreislauf) bearbeiten. <\/li>\n<li>Verfolgung der DQ-Probleme      <br \/>Mit Hilfe eines DQM Cockpits, das im Migrations-Projekt implementiert oder durch neue Messgr\u00f6\u00dfen erweitert wird, kann die Entwicklung der DQ-Probleme verfolgt werden. Somit kann sichergestellt werden, dass die Bearbeitung der Probleme Fortschritte macht, bereits bearbeitete Probleme nicht erneut aufflammen und die Anzahl der Problemf\u00e4lle insgesamt in ein f\u00fcr die Migration akzeptables Ma\u00df gebracht werden kann. <\/li>\n<li>Erarbeitung von Ma\u00dfnahmen im neuen System zur Pr\u00e4vention neuer DQ-Probleme      <br \/>Beim Entwurf des neuen Systems k\u00f6nnen DQ-Aspekte durch DQM mit eingebracht werden oder pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen umgesetzt werden. Wenn es im alten System z.B. regelm\u00e4\u00dfig Probleme mit falschen Postleitzahlen gegeben hat, kann eine Funktion zur postalischen Pr\u00fcfung integriert werden. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Am Anfang der Zusammenarbeit gibt es oft Vorbehalte durch das Projekt, das in DQM eine weitere \u201cProblemquelle\u201d sieht. Sobald es aber DQM gelingt, das Projekt bei der Abarbeitung von Probleme zu entlasten, kann DQM schnell eine das Projekt unterst\u00fctzende Funktion wahr nehmen, aus der beide Seiten Nutzen ziehen.<\/p>\n<h2>DQM w\u00e4hrend Migration<\/h2>\n<p>Bei einer Migration treten immer Probleme auf. Dabei kann es sich um Probleme handeln, die im Vorwege schon bekannt waren, aber nicht als Migrations-verhindernd eingestuft worden. Nicht immer l\u00e4sst sich das Migrations-Szenario im Vorwege zu 100% durchspielen, so dass auch neue, unerwartete Probleme auftreten. Nur in ganz extremen F\u00e4llen f\u00fchren diese Probleme zum Abbruch der Migration, im Normalfall m\u00fcssen sie im Nachgang beseitigt werden. Auch hier kann DQM bei der Problemaufnahme, -Priorisierung und -Verfolgung unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit zur Unterst\u00fctzung des Projekts durch DQM kann darin bestehen, DQM-Werkzeuge (wie eine dezidierte Analyse-Umgebung) zum Abgleich der Daten vor und nach der Migration zu nutzen und so bei der Abnahme der Migration beizutragen.<\/p>\n<h2>DQM nach Migration<\/h2>\n<p>Das Migrations-Projekt endet meist recht schnell nach der Migration, und viele Ressourcen stehen kurzfristig nicht mehr zur Verf\u00fcgung. Es ist daher sehr wichtig, dass die Arbeit von DQM nach der Migration nicht beendet ist:<\/p>\n<ul>\n<li>Bearbeitung noch offener DQ-Probleme      <br \/>Sowohl die vor der Migration schon bekannten, aber zur\u00fcckgestellten Probleme als auch die neuen, in der Migration entstandenen Probleme sind zu bearbeiten. Auch hier kann wieder auf das Standard-DQ-Vorgehen zur\u00fcck gegriffen werden. <\/li>\n<li>Laufende Verfolgung aller DQ-Probleme      <br \/>Das bestehende DQM Cockpit ist \u2013 soweit sinnvoll -&#160; auf das neue System anzupassen und entsprechend der neuen Probleme zu erweitern. Damit ist es m\u00f6glich, eine laufende Verfolgung des Bearbeitungsfortschritts aller Probleme und DQ-Messgr\u00f6\u00dfen zu verfolgen. Oft resultieren daraus auch pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen im neuen System. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch hier ist das Projekt meist dankbar daf\u00fcr, f\u00fcr bestimmte Problemf\u00e4lle einen definierten Empf\u00e4nger zu haben. (Dies darf nat\u00fcrlich nicht dazu f\u00fchren, dass alle Probleme zu DQ-Problemen erkl\u00e4rt werden und DQM Aufgaben erh\u00e4lt, die nicht geleistet werden k\u00f6nnen.) <\/p>\n<p>In vielen F\u00e4llen ist die Nachverfolgung der Themen aus der Migration und die Bearbeitung neuer Probleme der Einstieg in ein dauerhaftes, nachhaltiges Datenqualit\u00e4ts-Management.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr englisch-sprachige Leser: There is an English version of this post. Bei Migrationen werden oft ehrgeizige Ziele zur Verbesserung der Datenqualit\u00e4t verfolgt. Im Projektalltag bleibt davon meist nicht viel nach und nach der Migration hat man sich dann nicht nur mit dem alten Datenschrott herumzuschlagen, sondern in durch die Migration sind noch neue Probleme hinzugekommen. 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